Was bleibt nach meinem Vortrag?
Menschen, die sich gesehen fühlen. Ein Team, das die Stärke entdeckt, die schon
längst da war. Und eine Frage, die noch lange nachklingt, wenn ich die Bühne verlassen habe: Wo sehe ich – in meinem Team oder in mir selbst – noch nur die Einschränkung und nicht das Potenzial?
Seit meiner Kindheit lebe ich mit einer hochgradigen Sehbehinderung. Zu meiner Schulzeit in Brasilien gab es keine Regeln für Inklusion – also habe ich gemeinsam mit meinen Lehrern Lösungen gefunden. Ich war Anwältin, bin 2002 ohne ein Wort Deutsch nach Deutschland gekommen und habe hier noch einmal ganz neu angefangen.
Heute verbinde ich Herz, Wissenschaft, Kreativität und Lebenserfahrung – auf der
Bühne, in Unternehmen, in Gruppen und im Einzelgespräch.
Meine Vortragsthemen
1. Potenzial, das niemand sieht - und was es kostet
Warum Menschen, die sich gesehen fühlen, mehr geben, als jede Zielvereinbarung
verlangt. Für Unternehmen und Führungskräfte: Wie Sie die Stärke jedes Einzelnen ins Team holen – ganz gleich, ob es in Ihrem Team Menschen mit Behinderung gibt oder nicht.
Ich habe meinem Vater in seiner großen Bäckerei geholfen, an Wochenenden, in den Ferien, immer wieder. Aber erst mit einundzwanzig, als ich einen ganzen Monat lang die volle Verantwortung übernahm, hatte ich wirklich Raum, etwas zu verändern. Keine Maschine habe ich ausgetauscht. Ich habe mit jedem Menschen gesprochen, gefragt, was sich verbessern lässt, und anerkannt, was jede und jeder gut kann.
Die Produktion stieg, der Umsatz wuchs – und alle arbeiteten mit Freude. Die
Kundschaft dachte, die Bäckerei hätte den Besitzer gewechselt. Jahre später, als ich längst in Deutschland lebte, meldeten sich ehemalige Mitarbeitende noch, um mir zu sagen, wie sehr sie diese Zeit vermissten.
Heute weiß ich, wie ich dieses Prinzip nenne: Potenzialmanagement.
Ich arbeite dabei nach einem Grundsatz: anerkennen, um zu entwickeln - nie, um mehr
herauszuholen. Denn Menschen spüren den Unterschied. Wer sich benutzt fühlt, zieht sich zurück oder rebelliert. Wer sich wirklich gesehen fühlt, kann aufblühen.
2. Inklusion: alle mit ihren Stärken einbeziehen!
Jeder Mensch ist einzigartig und genau darin liegt sein Beitrag. Inklusion heißt nicht nur, Menschen mit Behinderung, sondern alle mit ihren Fähigkeiten und ihren Stärken einzubeziehen.
Inklusion als echte Nutzung der Talente jedes Einzelnen – nicht als Pflicht, nicht als Quote
Was uns begrenzt, kann unsere größte Stärke werden. Potenzial zeigt sich erst, wenn wir aufhören zu verstecken, wer wir sind. Was uns scheinbar aufhält, kann genau das sein, was uns zwingt, etwas Neues aufzubauen. Wenn wir den Blick auf unsere Einschränkungen verändern, entstehen Lebenskraft, Resilienz und Raum, in dem sich genuine Lebensfreude und Potenzial entfalten können.
nur zuhören, sondern etwas mitnehmen?
Meine Vorträge verbinden Kopf, Herz und Körper.
Ich bewege Menschen.
Bei den Special Olympics in Mainz stand ich auf einer großen Bühne direkt am
Rheinufer, vor zweihundert Menschen. Ich habe getrommelt, Body Percussion mit dem Publikum gemacht – und am Ende tanzte das ganze Publikum mit.
Ich verbinde Body Percussion und Tanz, damit Menschen sich lösen: Leichtigkeit spüren, sich ausdrücken und den Stress und die Blockaden loslassen, die sich im Körper festgesetzt haben.
Von außen sieht es aus wie Spaß. Und das ist es auch. Aber während die Menschen
lachen und tanzen, lösen sich Stress und Blockaden im Körper – ohne dass sie es
merken.
Dieselbe Bühne, ausführlich:
Hier sieht man, wie ich das Publikum motiviere, mitzumachen - und alle gemeinsam mit mir in den Rhythmus kommen.
Stand-up Speaker, März 2026
Große Bühne, neunzig Sekunden, keine Vorbereitung. Ohne Skript auf die Bühne, meine Geschichte erzählt – und der Applaus kam, bevor ich fertig war.
Storytelling, August 2026
Sechs bis sieben Minuten, eine Geschichte vom Anfang bis zum Ende, frei improvisiert, barfuß und
ganz präsent.
